Die Europäische Kommission hat ein neues Maßnahmenpaket vorgestellt, um europäische Landwirte zu unterstützen, die mit deutlich gestiegenen Düngemittelpreisen konfrontiert sind. Geopolitische Entwicklungen und Störungen der Lieferketten haben in den vergangenen Monaten zu einem starken Anstieg der Düngemittelkosten geführt und die landwirtschaftliche Produktion in ganz Europa belastet.
Die Kommission schlägt daher Finanzhilfen in Höhe von 540 Millionen Euro vor, die von den Mitgliedstaaten durch nationale Mittel ergänzt werden können. Insgesamt könnte die Unterstützung bis zu 1,5 Milliarden Euro betragen und dazu beitragen, die Versorgung der Landwirte mit Düngemitteln für die kommende Aussaatsaison sicherzustellen.
Neben der finanziellen Unterstützung schlägt die Europäische Kommission mehr Flexibilität im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vor. Die Mitgliedstaaten sollen Direktzahlungen schneller auszahlen, zusätzliche Liquiditätshilfen bereitstellen und bestehende Förderinstrumente gezielt anpassen können.
Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Aktionsplans für Düngemittel. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft zu stärken, die Abhängigkeit von Importen zu verringern und die Entwicklung nachhaltiger, CO₂-armer Düngemittel zu fördern.
Die Vorschläge der Europäischen Kommission werden nun vom Europäischen Parlament und vom Rat der Europäischen Union beraten.
Weitere Informationen zu den vorgeschlagenen Maßnahmen finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission.