1. Feldspritze sofort nach jeder Anwendung spülen
Verschieben Sie die Reinigung niemals auf den nächsten Tag. Pflanzenschutzmittel können im Tank, in Leitungen, Filtern und Düsen antrocknen und Ablagerungen hinterlassen, die später nur schwer zu entfernen sind. Diese Rückstände können die nächste Anwendung beeinträchtigen, Bauteile verstopfen und sogar Dichtungen beschädigen.
Spülen Sie unmittelbar nach Beendigung der Arbeit das gesamte Spritzsystem gründlich mit sauberem Wasser durch. Eine ordnungsgemäße Spülung schützt die Feldspritze und trägt gleichzeitig zu einer präzisen und gleichmäßigen Ausbringung bei.
2. Elektronik vor übermäßiger Hitze schützen
Moderne Feldspritzen sind zunehmend mit elektronischen Steuerungen, Sensoren und Displays ausgestattet. An heißen Sommertagen kann eine längere direkte Sonneneinstrahlung die Lebensdauer elektronischer Komponenten und Displays verkürzen.
Stellen Sie die Maschine nach Möglichkeit im Schatten oder unter einem Dach ab. Ist dies nicht möglich, sollten empfindliche Steuergeräte vor dauerhafter direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
3. Dichtungen, Schläuche und Pumpe regelmäßig kontrollieren
Hohe Temperaturen beschleunigen die Alterung von Gummibauteilen. Damit sich kleine Undichtigkeiten nicht zu größeren Problemen entwickeln, sollten Schläuche, Anschlüsse und Dichtungen regelmäßig auf Risse, Verschleiß und Anzeichen von Undichtigkeiten an den Verbindungsstellen überprüft werden.
Bei Membranpumpen sollten Ölstand und Ölzustand regelmäßig gemäß den Empfehlungen des Herstellers kontrolliert werden. Eine gut gewartete Pumpe ist entscheidend für einen stabilen Arbeitsdruck, einen zuverlässigen Betrieb und eine lange Lebensdauer der Feldspritze.
4. Filter und Düsen richtig reinigen
Filter und Düsen sind entscheidend für die Einhaltung der korrekten Aufwandmenge und eines gleichmäßigen Spritzbildes. Bereits geringe Ablagerungen oder Verunreinigungen können die Qualität der Applikation beeinträchtigen und den Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln erhöhen.
Reinigen Sie Düsen ausschließlich mit sauberem Wasser und einer weichen Bürste oder einem speziellen Düsenreinigungswerkzeug. Verwenden Sie niemals Draht, Nägel oder andere scharfe Metallgegenstände, da diese die Düsenöffnung dauerhaft vergrößern und dadurch die Dosier- und Applikationsgenauigkeit beeinträchtigen können.
5. Feldspritze richtig abstellen und lagern
Entleeren Sie den Tank am Ende des Arbeitstages vollständig und lassen Sie keine Spritzbrühe in der Maschine zurück, insbesondere bei hohen Temperaturen. Hitze kann die Stabilität des Pflanzenschutzmittels beeinträchtigen, während ein unnötig langer Kontakt mit der Spritzbrühe Dichtungen und andere innenliegende Bauteile zusätzlich belastet.
Lagern bzw. stellen Sie die Feldspritze nach Möglichkeit an einem trockenen, schattigen und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort ab.
Kleine Kontrollen machen einen großen Unterschied
Zusätzlich zu diesen fünf grundlegenden Regeln lohnt es sich, einige Minuten für weitere Kontrollen einzuplanen: Überprüfen Sie das Manometer, stellen Sie sicher, dass alle Ventile einwandfrei funktionieren, und kontrollieren Sie die Funktion des Rührwerks bzw. des Rührsystems. Durch diese einfachen Kontrollen lassen sich kleinere Unregelmäßigkeiten häufig erkennen, bevor daraus kostspielige Reparaturen entstehen.
Bei einer ordnungsgemäßen Wartung geht es nicht nur darum, Ihre Investition zu schützen. Eine gut gewartete Feldspritze ermöglicht eine präzisere Ausbringung, reduziert unnötigen Pflanzenschutzmittelverbrauch, verbessert die Qualität der Pflanzenschutzmaßnahmen und gewährleistet einen zuverlässigen Betrieb während der gesamten Spritzsaison.
Wer seine Feldspritze heute richtig pflegt, profitiert morgen von besserer Leistung, niedrigeren Betriebskosten und größerer Zuverlässigkeit bei jedem Einsatz auf dem Feld.